„Schatz, wir haben ein Monster erschaffen!“ :: Spitzenreiter aus Köln kommt Samstag

„Schatz, wir haben ein Monster erschaffen!“ :: Spitzenreiter aus Köln kommt Samstag
Wir schreiben den 16. Dezember 2023. Der FCJ Köln verlässt um 20:42 Uhr als am Ende deutlich geschlagener Verlierer das Feld am Burgweg. Die Tebus jubeln, doch schon in der Kabine nach dem Spiel scheint die Mannschaft aus der Domstadt einen Racheplan zu schmieden. Schatz, wir haben ein Monster erschaffen.
Im Dezember 23 war es das erste Spiel der Rückrunde für beide Mannschaften. Alles was jetzt folgt ist eine logische Erläuterung der auf diesen 5-Grad-kalten Dezembertag folgenden Ereignisse, der Rest ist frei erfunden.
Köln in der Kabine am Burgweg (16.12.23):
Thiemo Schnorr fragt Christian Gosmann: „Wieso haben wir nichtmal den Tie-Break erreicht. Wir müssen hier nicht verlieren und schon gar nicht vor dem Tie-Break! Alle erreichen doch gegen die den 5. Satz!“ „Ja, aber die haben sich da heute nicht dran gehalten!“, die logische Antwort. „Beruhigt euch! Hier haben schon ganz andere verloren. Aber eben nicht wir! Ich habe da eine Idee für eine groß angelegte Revanche!“, so Aaron Warneken.
Vielleicht lag die unerwartete Niederlage der Kölner auch daran, dass unter der Woche überraschend Felix Jülicher den Weg in die 1. Bundesliga der Damen antrat und die Mannschaft vorerst ohne Trainer in mitten der Saison dastand. Kurz vor Weihnachten. Schöne Bescherung.
Doch welchen Plan haben sich die Kölner damals gestrickt? Wie reagierte der Meister der Saison 2022/2023?
Wir wissen nicht viel, aber mit nur 9 Spielern reisen die Domstädter wohl nicht erneut an den Burgweg. Ein Plan in mehreren Stufen wurde entwickelt. Spielstil, Umfeld, Kader und Auftreten. Alles auf ein Ziel ausgelegt: Rache.
Wir können definitiv sehen, dass der selbsternannte FCJ-Express in den Wochen und Monaten danach eine Spur der Verwüstung durch die Dritte Liga gezogen hat. Der Schmerz der bitteren Niederlage gegen den Dorfverein aus Laggenbeck scheint tief zu sitzen und macht die Kölner in der Folge zu gnadenlosen Plünderern auf Auswärtsfahrten und die Halle am Rhein zu einer scheinbar uneinnehmbaren Festung - für einzelne Gegner zum Folterkeller. Kein einziges Spiel verloren sie mehr in der Rückrunde der letzten Saison. Dabei ließen sie nur einen Punkt gegen Essen liegen und vielleicht ja auch nur, damit man sie dieses Jahr erneut schlagen kann? Ihren Instagramkanal benannten sie als Vorbereitung auf den Aufstieg bereits um. Weise. Das ist sicherlich auch nur ein Zwischenziel. Wo geht es hier auf die internationale Bühne?
Diese Saison kamen 9 von 10 Gegnern komplett unter die Räder. Immer volle drei Punkte. Nur in Moers verlor man im Tie-Break (War es die Präsenz des Ex-Tebus und Moers-Trainers Henne, der Köln frösteln ließ?) und jetzt soll dieser Rachefeldzug sein glorreiches Ende am Burgweg finden. Erneut Mitte Dezember steht das Duell gegen die Tebu Volleys des SV Cheruskia Laggenbeck an. Jenes Team, welches sich vor genau einem Jahr zu dieser Majestätsbeleidigung erdreistete und gewann. Es soll die Revanche des Jahres werden und wenn am Ende der Saison noch Meisterschaft und Aufstieg dazukommen, ist das nur die Kirsche auf der Sahnehaube. Die Tebus sind das Ziel.
Dazu fährt Köln zuletzt alles auf (sie haben auch wieder einen Trainer). Teilweise stehen beide Schnorr-Brüder auf dem Feld. Dazu ein Kader, der selbst Moers frösteln lässt. Gosmann kommt hier phasenweise von der Bank! Leute, das ist kein Spiel gegen den Spitzenreiter - das ist eine angedrohte Invasion einer Übermacht, verkleidet als Karnevalshochburg.
Welchen Plan können die Tebus gegen diesen von langer Hand geplanten Coup aufbringen? Welche Finesse und welches Kalkül wird man einfließen lassen, um nicht vollkommen unterzugehen? Antwort bitte! Einfach: „Wisst ihr noch vor einem Jahr? Das war lustig. Lasst das nochmals machen!“
Vielleicht würde es auch helfen, wenn der Kader wieder etwas an Volumen gewinnt (nein, wir meinen keinen Spieler im Aufbautraining vor der Muscle-Phase). Das sieht bisher gut aus. Die Youngster sind wieder an Bord und werden sich ebenfalls den Kölnern stellen, die in einem Jahr nur ein Spiel und insgesamt drei Punkte verloren.
Aber gab es in Laggenbeck nicht noch einen weiteren Cheatcode? Ach ja: Der Burgweg. Die Tebu-Family!
Also, kommt bitte vorbei und unterstützt uns! Es wird Szenen wie einst bei „Der Herr der Ringe“ geben. Schlacht um Helms Klamm. Wir erwarten euer Kommen am sechsten Tage beim Erstrahlen des Hallenlichts. Wir schauen nach Süden (da ist nunmal die Tribüne). Für die Underdogs! Für Laggenbeck! Für Tebu! Für unsere Tebu-Family!
Kurzzusammenfassung:
Der Spitzenreiter kommt und hat seit einem Jahr nur ein Spiel verloren (im Tie-Break).
19 Uhr ist Anpfiff - 18 Uhr ist Einlass.
Kommen ist Pflicht. Okay, ist es nicht. Aber wir würden uns irre freuen!