BEZIRKSKLASSEN-MEISTER: 3. Damen sichert sich den Titel
BEZIRKSKLASSEN-MEISTER: 3. Damen sichert sich den Titel
„Das Beste kommt zum Schluß“, man könnte meinen, dass dieses die Devise für die junge Volleyballdamenschaft der Tecklenburger Land Volleys in der Bezirksklasse gewesen ist. Nach dem es am vorletzten Spieltag nach der zweiten Saisonniederlage im Heimspiel gegen di VG Hollage/Lechtingen III noch traurige Gesichter gegeben hat, weil die Entscheidung um die Meisterschaft auf den letzten Spieltag vertagt wurde, kannte der Jubel zum Saisonfinale nach dem 3:0-Sieg gegen den SVC Belm-Powe II keine Grenzen.
„Es hat einfach nur mega Spaß gemacht!“ freute sich Tebu-Trainerin Kerstin Keller total für ihre Mädchen. Die Vorzeichen für das Saisonfinale waren nicht gerade gut, denn kurzfristig hatten sich Valentina Zinn und Pia Freese krankgemeldet. So musste Zoe Rotter beim Abschluss-training einen Tag vor dem Spiel noch darauf vorbereitet werden, auf der Diagonalposition anzugreifen. „Zoe hat ihre Sache im Spiel dann großartig gemacht hat.“ lobte Kerstin Keller die Angreiferin. Doch ein großes Lob hatte sich diesmal das gesamte Team verdient. Es spielte von Beginn an wie aus einem Guss. Durch das gute Tebu-Aufschlagspiel wurde der Gastgeber so unter Druck gesetzt, dass oft gar keine Ballwechsel zustande kamen. Wurde ein Ball zurückge-bracht, dann zeigten die Tebu-Mädels, dass sie völlig zu Recht die ganze Saison den Platz an der Sonne belegten. Alles das, was im letzten Heimspiel nicht passte, stimmte diesmal. Es wurde gut angenommen und nach variablem Zuspiel sehenswert angegriffen. Die vielen mitgereisten Zuschauer konnten ihre Mannschaft nicht wiedererkennen, sie spielte wie verwandelt. Alle waren total begeistert nach dem 3:0-Erfolg (25:10, 25:13 und 25:19), denn mit dem Titelgewinn wurde auch ein kleines Volleyballmärchen geschrieben. Eigentlich hätte die junge Tebu-Mannschaft in der Kreisliga starten müssen, war sie in der Saison 2023/2024 nur Tabellenvierter geworden. Mehr nach der Devise „Versuch macht klug“ beantragten die Tebu-Verantwortlichen beim Verband einen Startplatz für die Bezirksklasse. Als dem Antrag dann schon etwas überraschend stattgegeben wurde, war für den Liga-Neuling der Klassenerhalt das vorrangige Ziel. Dass es am Saisonende der Titelgewinn sein wird, damit hat vor den ersten Ballwechseln wohl keiner gerechnet. Im Laufe der Saison zeichnete sich dann aber schon ab, dass die junge Tebu-Mannschaft oben mitspielen wird. Zehn Siege in zwölf Spielen sind für einen Aufsteiger eine imponierende Bilanz. Kerstin Keller hat einmal mehr bewiesen, dass sie erfolgreich mit Nachwuchsspielerinnen arbeiten kann. Nicht zu vergessen ist auch der zweite Trainer, Luca Bosse, der am Wochenende gleich zwei Meisterschaften feiern konnte, als Spieler der zweiten Herrenmannschaft und als Coach der Bezirksklassen-Damen. Ein voller Erfolg wie die Saison soll auch die anschließende Party im Cheruskia-Tennisheim gewesen sein. So wie die Mannschaft in dieser Saison das Trainergespann und ihre Anhänger überrascht hat, so überraschten einige Eltern und das Trainergespann die Mädels mit der Meisterschaftsfeier.
Bericht: Josef Gaida